Fünf Ebenen der Quellenarbeit
Historische Quellen verdienen eine genaue Lektüre. ASPHAM trennt deshalb fünf Ebenen: den nachgewiesenen Originaltext, seine Transkription, eine gegebenenfalls angefertigte Übersetzung, die historische Einordnung und den gegenwärtigen Kommentar. Jede Übertragung auf ästhetische Medizin wird ausdrücklich begründet. Ein historisches Zitat ist weder ein klinischer Wirksamkeitsnachweis noch eine gültige heutige Behandlungsregel. Eigene normative Positionen werden als Positionen gekennzeichnet; empirische Aussagen benötigen ihre eigenen Nachweise. Veröffentlichte Beiträge nennen die verwendete Ausgabe und präzise Fundstellen. Übersetzungen tragen ihre tatsächliche Urheberschaft und ihren Prüfstatus. Sachliche Korrekturen bleiben über eine Versionsgeschichte nachvollziehbar.
Prüfung vor Veröffentlichung
- Quellenidentifikation und Prüfung der konkreten Ausgabe.
- Objektbezogene Rechteprüfung für die konkrete Nutzung.
- Transkription oder Textauswahl und Quellenabgleich.
- Bei Bedarf Übersetzung und gesonderte Sprachprüfung.
- Historische und fachliche Prüfung; Offenlegung relevanter Beziehungen.
- Redaktionelle Freigabe, Veröffentlichung und dokumentierte Korrekturen.
Urheberschaft und unabhängige Prüfung
Eine Person darf ihren eigenen wissenschaftlichen Text nicht allein freigeben. Eine rein technische Veröffentlichung ersetzt keine fachliche Prüfung. Ein Beitrag wird nur nach einem tatsächlich definierten und dokumentierten Begutachtungsverfahren als begutachtet bezeichnet.
Lateinischer Originaltext wird nicht durch ungeprüfte maschinelle Übersetzung ersetzt. Arbeitsübersetzungen werden bezeichnet; unleserliche oder strittige Stellen bleiben kenntlich.
Rechte und Herkunft
Werkrechte, Rechte des konkreten Digitalisats, eigener Übersetzungen, moderner Editionen und eigener Kommentare werden getrennt geprüft. Quellenherkunft und Veränderungen werden genannt.
Eine Quellenangabe begründet keine Partnerschaft. Externe Bibliotheksangebote werden verlinkt und nicht automatisch eingebettet. Downloads stehen erst für tatsächlich vorhandene, freigegebene eigene Dateien bereit.
